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Sonnige Zeiten für Neuried

Das Projekt
Die Gemeinde Neuried hat sich per Gemeinderatsbeschluss im Mai 2016 entschlossen, das Dach der Mehrzweckhalle für die Montage einer PV-Anlage zur Verfügung zu stellen und damit die Energiewende vor Ort zu beschleunigen. Der durch das Sonnenlicht gewonnene Strom wird direkt im Gebäude verbraucht sowie in das öffentliche Netz eingespeist und entsprechend vergütet. Die Anlage erzielt eine Gesamtleistung von ca. 48 kWp, was eine jährliche Stromproduktion von etwa 44.000 Kilowattstunden bedeutet und einer Einsparung von ca. 24.500kg CO2 pro Jahr entspricht. Mit dieser Strommenge können kalkulatorisch ca. 11 Vier-Personen-Haushalte mit Strom versorgt werden.

Beteiligungsmöglichkeit
Geplant und betrieben wird die Anlage von der Bürgerenergiegenossenschaft BENG eG, die auch dieses „Direktverbrauchsmodell“ bereits mit einigen Gemeinden im Landkreis München umgesetzt hat.
Die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Neuried haben die Möglichkeit, Anteile an der Genossenschaft zu erwerben und mit Nachrangdarlehen die PV-Anlage mitzufinanzieren. Es kann in „Pakete“ von 1.000 € investiert werden, max. können pro Bürger 2 Pakete erworben werden, um möglichst vielen Neurieder eine Beteiligung zu ermöglichen. Von den 1.000 € werden 900 € als Nachrangdarlehen verzinst und mit den restlichen 100 € werden die „Investoren“ Mitglieder der Genossenschaft oder stocken ihren bisherigen Anteil an BENG auf.

Sie sind interessiert?
Gerne können Sie sich per Mail (kontakt@beng-eg) oder Telefon (089/840 29 39) an uns wenden. Wir beantworten Ihre Fragen gerne und rufen Sie auch zurück.

Oder kommen Sie zur Informationsveranstaltung, am 29.6.2016 um 18.30 Uhr in Neuried in den Sitzungssaal, Haderner Weg 5. Dort stellen wir das Projekt und die Beteiligungsmöglichkeit vor und beantworten gerne Ihre Fragen.

Wer ist BENG eG?
Die Bürgerenergiegenossenschaft BENG eG wurde am 1.4.2011 in München von Menschen gegründet, die sich seit Jahren für eine nachhaltige Energieversorgung mit erneuerbaren Energien engagieren, u.a. in den Vereinen „Energie Hadern“, „ergon“, „WIE“ (Würmtal) und „Erneuerbare Energie Isartal“. Seit 2002 wurden in diesem Rahmen mehr als 40 Bürgersolaranlagen in den Landkreisen München, Starnberg und Ebersberg errichtet und werden erfolgreich betrieben. Die BENG eG in der Rechtsform der Genossenschaft wurde gegründet, um das Prinzip der Bürgerbeteiligung noch demokratischer durchzuführen und um mehrere dezentrale und wirtschaftliche Erneuerbare-Energie-Anlagen effizient planen und betreiben zu können. Bereits im Gründungsjahr 2011 konnte in Aschheim eine große Freiflächenanlage gebaut werden, an der viele Bürger aus der Region beteiligt sind. Seit der Gründung konnten weitere PV-Dachanlagen realisiert werden.

Bürgerenergiegenossenschaft BENG eG
Katharina Habersbrunner
Stiftsbogen 148, 81375 München
Mail: Kontakt(at)beng-eg.de, www.beng-eg.de

Übersicht Energienutzung

Die folgenden Vorschläge zur besseren Energienutzung sind laut den Berechnungen der Hochschulgruppe Weihenstephan für private Neurieder Haushalte sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch besonders sinnvoll. Die Reihenfolge, in der die Vorschläge aufgeführt werden, entspricht der Zeit, in der die Kosten zur Umsetzung wieder eingespart werden (je schneller desto weiter oben in der Liste).

 

Übersicht Energienutzung

Vorschlag

Anfangskosten

Dauer bis Kosten wieder eingespielt

Gesamtersparnis in 15 Jahren

Pachtmodell Photovoltaik

0 €

0 Monate

12750 €

Perlstrahler und Durchflussbegrenzer

53,60 €

5 Monate

1885 €

LED-Beleuchtung

8 €

8 Monate

297 €

Steckdosenleiste für Stand-by

80 €

1,5 Jahre

702

Hocheffizientes Gefriergerät

750 €

4,5 Jahre

1403 €

Heizungspumpentausch

450 €

6,2 Jahre

1085 €

Energie zu sparen lohnt sich auch künftig in Neuried

Seit dem 1. Oktober 2009 gilt für Gebäude und deren Anlagentechnik die neue Fassung der Energieeinspar-Verordnung (EnEV 2009). Sie bringt zahlreiche Änderungen und Neuerungen sowohl im Neubau als auch im Baubestand mir sich. Aus diesem Grund wurde das Energiesparprogramm der Gemeinde Neuried kürzlich an die EnEV 2009 angepasst. Neben dem Einbau von Wärmeschutzfenstern und der Dämmung von Dächern und Wänden werden die Errichtung von Passivhäusern und der Einbau von Blockheizkraftwerken bezuschusst. Hinzukommen noch thermische Solaranlagen und Holzpelletsheizungen, sofern diese nicht bereits über aktuelle Bundesprogramme gefördert werden.

Bei der Antragsstellung ist unbedingt darauf zu achten, dass der Förderantrag vor der Auftragsvergabe und, im Fall von Eigenleistungen, vor dem Einkauf der Materialien eingereicht wird. Ansonsten liegt ein Verstoß gegen die Förderrichtlinien vor und die Maßnahme kann nicht mehr unterstützt werden.

Die Richtlinien des Energiesparprogramms und die dazugehörigen Antragsformulare sind im Rathaus erhältlich oder können hier über diese Seite direkt heruntergeladen  werden. 

Darüber hinaus können unter http://www.landkreis-muenchen.de/umwelt-natur-bauen-wohnen/energie-und-klimaschutz/energieberatung die relevanten staatlichen Förderprogramme für den Wohnungsbau (Sanierung und Neubau) eingesehen werden. Ebenfalls einsehbar sind dort über einen Link die zugelassenen Vor-Ort-Energieberater.

Energiesparprogramm

Antragsformular Energiespargrogramm

Energiewende Aktuell - Zukunft made in Germany, neues Informationsangebot des Bundesumweltministeriums

Der Newsletter ‚Energiewende Aktuell - Zukunft made in Germany' informiert regelmäßig mit Zahlen, Daten und Fakten über aktuelle Entwicklungen, Angebote und Hintergründe zur Energiewende in Deutschland. Das Informationsangebot richtet sich an Politik, Verwaltung, Kommunen, Wirtschaft, Medien und interessierte Bürgerinnen und Bürger. Kurz, knapp und verständlich erhalten Sie auf diesem Weg regelmäßig die Neuigkeiten zur Energiewende aus erster Hand.

Unter der Adresse www.energiewende-aktuell.de kann man sich in den Verteiler für den Newsletter eintragen lassen. Dort ist auch die jeweils aktuelle Ausgabe abrufbar.

Das bayerische 10.000-Häuser-Programm

Das bayerische 10.000-Häuser-Programm – Anträge ab sofort möglich

Ilse Aigner, Bayerische Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie

Die beste und wirtschaftlichste Energie ist die, die nicht verbraucht wird. Diesen Grundsatz gilt es konsequent zu verfolgen, wenn wir die Ziele der Energiewende und des Klimaschutzes ernstnehmen. Dabei liegt ein besonders hohes Einspar­potential im Gebäudebereich. Hier lassen sich Verbrauch und Kosten deutlich senken: Ein
Großteil der Gebäude in Bayern stammt aus den 1960/70er Jahren und ist unter Energiegesichtspunkten ineffizient und modernisierungsbedürftig. In modernen Gebäuden lässt sich die Heizenergie dagegen um bis zu 90 Prozent reduzieren. Heizungsanlagen etwa sind zu 70 Prozent technologisch veraltet und ihre entsprechend hohen CO2-Emissionen unter dem Gesichtspunkt des Klimaschutzes kaum vertretbar.

Die Bayerische Staatsregierung will Bürgerinnen und Bürger im Freistaat dabei unterstützen, diese Einsparpotenziale zu heben – zum Nutzen des Verbrauchers, des Klimaschutzes und für eine erfolgreiche Energiewende. Mit dem 10.000-Häuser-Programm für selbstgenutzte Ein- und Zweifamilienhäuser hat sie ein neuartiges Förderinstrument geschaffen:
          den EnergieBonusBayern.

Es ist mit den vorhandenen Förderprogrammen der Bundesregierung abgestimmt und ergänzt diese sinnvoll. Als on-top-Programm erweitert es die bestehenden Fördermöglichkeiten der KfW und des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und verdoppelt die Förderung im günstigsten Fall. Der Freistaat Bayern plant, für das 10.000-Häuser-Programm Finanzmittel in Höhe von 90  Millionen Euro in den Jahren 2015 bis 2018 zur Verfügung zu stellen.
Das 10.000-Häuser-Programm umfasst zwei eigenständige Programmteile:

  1. Das EnergieSystemHaus

Beim EnergieSystemHaus wird eine umfassende energetische Sanierung oder ein anspruchsvoller Neubau gefördert, wenn das Haus damit definierte energetische Effizienzstandards einhält und neueste Heiz-/Speicher-Systeme eingebaut werden.

Im Mittelpunkt steht dabei die Förderung innovativer Heiz-/Speicher-Techniken wie Wärmepumpen, KWK-Anlagen, PV-Speichersysteme, Solar-Wärme-Anlagen oder innovativer Holzheizungen in Kombination mit Wärme- oder elektrischen Energiespeichern und einem modernen Energiemanagementsystem. Ziel ist es, intelligente Lösungen zu schaffen, die das Energiesystem als Ganzes berücksichtigen. Denn das Haus der Zukunft soll die Energieinfrastruktur bei Bedarf entlasten helfen, indem etwa erneuerbare Energien gezielt dann genutzt werden, wenn sie im Übermaß vorhanden sind.

Die Zuschüsse des Freistaates betragen beim

  • TechnikBonus: 9.000 Euro für innovative Heiz-/Speicher-Systeme
    (pro Wohngebäude) und
  • EnergieeffizienzBonus: optional bis zu 9.000 Euro für das Erreichen bestimmter Energieeffizienzstandards
    (pro Wohneinheit).

Der gesamte Zuschuss kann sich also bei ambitionierten Vorhaben auf bis zu 18.000 Euro pro Wohneinheit summieren. Beim EnergieSystemHaus wird die zeitgleiche Inanspruchnahme der Bundesförderung als KfW-Effizienzhaus vorausgesetzt.

Bis 2018 sollen 10.000 energieeffiziente und
intelligente Häuser entstehen.

  1. Der Heizungstausch

Nicht jeder kann oder will eine umfassende energetische Modernisierung seines Hauses durch­führen. Der Programmteil Heizungstausch richtet sich deshalb an Hauseigentümer, die sich auf den vorgezogenen Austausch ihrer Heizung konzentrieren. Wer seinen zwischen 25 und 30 Jahre alten Heizkessel durch eine neue Heizanlage ersetzt, erhält einen pauschalen Zuschuss von 1.000 Euro. Bei Kombination mit einer Solaranlage zur Warmwasserbereitung steigt der Zuschuss um 500 Euro. Ist die Solaranlage zusätzlich zur Heizungsunterstützung ausgelegt, können weitere 500 Euro ausgezahlt werden, so dass sich die Gesamtfördersumme auf bis zu 2.000 Euro addiert.

Der Hauseigentümer kann auch hier frei entscheiden, welche neue Technik er einsetzt –
einen modernen Gas-/Öl-Brennwertkessel, einen Biomassekessel oder eine KWK-Anlage.

Der Heizungstausch kann mit einer eventuellen Förderung des Bundes kombiniert werden, die aber nicht Voraussetzung ist. Insgesamt soll so in den Jahren 2015 bis 2018 der Austausch von bis zu 25.000 Heizkesseln gefördert werden. 4.000 Förderanträge werden noch in diesem Jahr, beginnend mit dem 15. September, entgegengenommen, weitere 5.000 im folgenden Jahr und jeweils 8.000 in den Jahren 2017 und 2018. Anträge für die Jahre ab 2016 können jeweils ab Anfang Februar gestellt werden.

Antragsverfahren

Anträge für beide Programmteile können ab sofort elektronisch über die Internetplattform www.EnergieBonus.Bayern gestellt werden. Dort stehen auch detaillierte Informationen zum Förderprogramm bereit. Antragsteller erhalten jeweils eine Rückbestätigung per E-Mail, müssen aber aus rechtlichen Gründen binnen einer Frist von einem Monat beim Heizungstausch und von zwei Monaten beim EnergieSystemHaus einen unterschriebenen Förderantrag per Post einreichen.