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Zahlreiche Verbesserungen durch MVV-Reform

Für einen Euro pro Tag zur Schule oder Uni Landrat Christoph Göbel begrüßt Pläne für 365-Euro-Ticket für Schüler, Auszubildende und Studenten – Ziel: Einführung bis Ende 2020

Nur einen Euro pro Tag soll der ÖPNV künftig für junge Menschen kosten, die sich noch in Ausbildung befinden, wenn es nach Bayerns Verkehrsminister Hans Reichhart geht. Auch im Landkreis München könnte dies bald Wirklichkeit werden.
„Ein 365-Euro-Ticket für Schüler, Auszubildende und Studenten ist ein wichtiges Signal für die Bedeutung des Öffentlichen Nahverkehrs. Ein derartiges Ticket mit Geltungsbereich im gesamten MVV-Raum trägt enorm zur Attraktivität des ÖPNV bei und entlastet diejenigen finanziell, die sich noch in Schule, Ausbildung oder Studium befinden“, befürwortet Landrat Christoph Göbel die Pläne des Ministers.

Vergünstigungen für fast alle Landkreisbürger und ein einfacheres Tarifsystem: Einen ersten Schritt in Richtung eines zukunftsfähigen ÖPNVs in der Region München bildet die am 23. November 2018 von den Gesellschaftern im Münchner Verkehrs- und Tarifverbund beschlossene Tarifreform im MVV. Nach Zustimmung der Gremien in den acht Verbundlandkreisen und im Stadtrat soll diese Reform zum 15. Dezember 2019 in Kraft treten und erste große Verbesserungen mit sich bringen.
365-Euro-Abo bis Ende 2020
Bis spätestens Ende 2020 – so die Pläne von Verkehrsminister Hans Reichart – könnte dann das 365-Euro-Ticket für junge Menschen verfügbar sein. Gerade diejenigen, die durch Schule, Ausbildung und Studium finanziell schlechter gestellt sind, könnten von dem Jahres-Abo profitieren. „Damit ein solches Jahresticket für Schüler und Studenten ein Erfolg wird, halte ich es für enorm wichtig, dass sich der Geltungsbereich auf den gesamten MVV-Raum erstreckt und nicht nur innerhalb der Stadtgrenzen von München“, so Göbel.
Erklärtes Ziel sei außerdem eine zeitnahe schrittweise und deutliche Verbesserung des Angebots bei Bus und Bahn. Zudem sollte das – auch vom Freistaat befürwortete – wichtige Thema der Verbunderweiterung in Angriff genommen werden. „Nur mit einem starken Ausbau der Kapazitäten und des Angebots im ÖPNV sowie einer Ausweitung des MVV-Raums kann ein in seiner Gesamtheit attraktives System geschaffen werden, das bereits weit vor der Stadtgrenze von München zu einem Umstieg vom Auto auf den ÖPNV bewegt und diesen auch schultern kann. Nur damit wäre auch die Einführung einer Flat denkbar“, so Landrat Christoph Göbel.
Nach einer Erweiterung des Verbunds und der Schaffung von Kapazitäten und zusätzlicher Angebote ist das Ziel, weitere Vergünstigungen der Pendlerpreise im MVV-Umland (Zonen 1-6 der neuen Tarifstruktur) zu erreichen. Dafür haben sich die Kreisgremien auch schon in der Vergangenheit mit aller Kraft eingesetzt

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