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Elektrobusse für den öffentlichen Verkehr im Landkreis München

Kreistag spricht sich für weitere Elektrifizierung des Regionalbusverkehrs aus

In einem Jahr startet die erste vollständig elektrifizierte Buslinie im Landkreis München. Ab Dezember 2019 fährt der Unterföhringer Ortsbus, die MVV-Regionalbuslinie 232, als erste Linie im gesamten MVV-Raum allein im Batteriebetrieb.
Dem Pilotprojekt sollen jetzt weitere Linien folgen. Dafür hat der Kreistag in seiner Dezembersitzung die Weichen gestellt. Vier weitere Linien, die sich zum einen besonders für den Batteriebetrieb eignen und zudem in absehbarer Zeit neu ausgeschrieben werden müssen, sollen in den kommenden Jahren im Elektrobetrieb gefahren werden.
Konkret handelt es sich dabei um die Linie 225 zwischen dem S-Bahnhof Taufkirchen und dem Gewerbegebiet Potzham, den Oberhachinger Ortsbus (Linie 227) und den Garchinger Stadtbus (Linie 290) sowie um die Linie 261, die zwischen Neuried, Hainbuchenring und Fürstenried West verkehrt.


Landkreis trägt Mehrkosten
Der Kreistag sprach sich dafür aus, dass der Landkreis die Mehrkosten, die der Batteriebetrieb im Vergleich zum Dieselbetrieb kostet, übernimmt. Einzig die Kosten für die Ladeinfrastruktur an der Strecke müssen von den jeweiligen Kommunen übernommen werden. Jetzt sollen die konkreten Umsetzungspläne erarbeitet und die Ausschreibung des Projektsteuerers vorbereitet werden. Die Neuvergaben mit verkürzten Vertragslaufzeiten folgen dann in den Jahren 2020 bis 2022, zunächst noch mit Dieselbussen. Die verkürzten Vertragslaufzeiten werden genutzt, um einen Betrieb der Buslinien mit Elektrobussen vorzubereiten und alles Nötige in die Wege zu leiten, damit voraussichtlich ab Dezember 2023 (spätestens ab Dezember 2025) Batteriebusse auf den Buslinien eingesetzt werden können.
Auch die Gemeinde Grünwald ist mit dem Wunsch an den Landkreis herangetreten, drei Linien im Elektrobetrieb auszuschreiben. Da hier die Neuausschreibungen jedoch mit Dezember 2019 schon kurz bevorstehen, ist die kurzfristige Realisierung eines Batteriebetriebs nicht möglich. Stattdessen hat man sich bei der anstehenden Ausschreibung ebenfalls für eine Verkürzung der Vertragslaufzeit ausgesprochen, um dann in der nächsten Runde die Möglichkeiten eines Batteriebetriebs auszuloten und bei Eignung entsprechend in die Wege leiten zu können.
Landrat Christoph Göbel bezeichnete die Beschlüsse als richtungsweisend. „Der Landkreis nimmt bei der Elektrifizierung des Regionalbusverkehrs eine Vorreiterrolle ein. Vor allem aber ist dies ein weiterer konsequenter Schritt im Sinne der Klimaschutzbemühungen des Landkreises, die er mit seiner Energie- und Klimainitiative 29++ verfolgt.“

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