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Volkstrauertag an neuem Kriegerdenkmal

„Wir brauchen den Blick zurück, um unsere Verantwortung für das Geschehene zu erkennen und Konsequenzen daraus für unser Handeln abzuleiten.“ Mit diesen Worten mahnte 1. Bürgermeister Harald Zipfel gegen das Vergessen vom Leid der Opfer von Kriegen und Gewalt.

Die Neuerrichtung des Kriegerdenkmals auf dem Neuen Friedhof war für ihn nie eine Frage. Durch den Abbruch der alten Feuerwehr musste auch das Kriegerdenkmal weichen. Ein ersatzloser Wegfall und die Diskussionen darüber, einen Schlussstrich unter die Vergangenheit zu ziehen, sieht Harald Zipfel als gefährlich an: „Wenn es bald keine Zeitzeugen und keine persönlichen Erfahrungen mehr gibt, brauchen wir Gedenktage und –orte. Sie können die Welt nicht verändern, aber sie beeinflussen unsere Sicht auf die Vergangenheit und unsere Deutung der Gegenwart.“ Der Gedenkzug im Würmtal zur Erinnerung an den Todesmarsch von Dachau ist für den Neurieder Bürgermeister ein wichtiger Termin gegen das Vergessen. Ebenso wie die Errichtung der Gedenkstele für den ermordeten US-Soldat James Greene und der Besuch dessen Familie in Neuried in diesem Sommer für ihn zum Frieden mahnt.

Dass dieser Tag noch immer von Bedeutung für viele Mitmenschen und Vereine ist, zeigte die Teilnahme trotz Regens. Die Gemeinde Neuried, der VdK und die Freiwillige Feuerwehr Neuried legten ihre Kränze in stillem Gedenken vor dem Mahnmal nieder untermalt von Glockengeläut. Auch die Neurieder Blasmusikanten verliehen diesem Gedenktag wieder einen feierlichen Rahmen, und trugen damit zu einer würdigen Gedenkstunde bei.

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