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Hambach auch in Neuried

Der geplante Kiesabbau im Forst Kasten und Planegger Holz rief lauten Unmut in der Bevölkerung hervor. In Neuried gründete sich die Initiative „Wald erleben Neuried“, die schnell Anhänger fand und Unterstützung durch ParentsForFuture und scientists 4 future fand.

Am 7. Juli fand daher eine große Versammlung am Eingang zum Forst Kasten statt. Und obwohl Petrus es gut mit dem Wald meinte und reichlich Wasser von oben schickte, kamen über 250 Unterstützer um den Reden zuzuhören, an deren Ende eine Buche aus dem Hambacher Forst als Hoffnungsträger eingepflanzt wurde.

Auch 1. Bürgermeister Harald Zipfel konnte seinen Unmut über den geplanten Kiesabbau und fehlende Informationen nicht verhehlen: „Das Landratsamt würde sich über uns hinwegsetzen, mit uns wird erst jetzt geredet, wo sich lauter Protest regt!“ Weiterhin vermutet er, dass eine zeitnahe Verfüllung nicht stattfinden wegen fehlendenden Bauschutts, „weil heutzutage ja schon alles auf der Baustelle getrennt werden muss“.

Christian Hirneis, Abgeordneter des Bayerischen Landtags, kam in seiner Funktion als Geschäftsführer der BUND Naturschutz Stiftung. Er zeigte auf, dass Vorgaben für Bannwälder und der geplante Kiesabbau nicht vereinbar seien.

Dr. Herbert Stepp vom Grünzug-Netzwerk Würmtal e.V. veranschaulichte auf humorige Art, wie sich das Verkehrsverhalten durch die LKWs verändern wird und was bisher aus den Gruben wurden, die für Kiesabbau entstanden. Es entstanden zusätzliche Kompostieranlagen und Asphaltmischanlagen.

Auch Kerstin Hiller von parents4future und Prof. Dr. Michael Schrödl von scientists 4 future mahnten eindringlich vor den Folgen der Waldrodungen.

 

Die kleine Hambacher Buche wurde eingepflanzt und ein Stein mit der Aufschrift „Zeichen für den Erhalt unserer Wälder“ wurde dazugelegt. Anschließend ging es zu Fuß gemeinsam zum Forsthaus Kasten, um die friedliche Versammlung ausklingen zu lassen.

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