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Das Gemeindearchiv hat in den letzten Jahren die Vergangenheit der Namensgeber der Neurieder Straßennamen auf mögliche Belastungen hin untersucht. Rudolf Kammerbauer, Rektor der Volksschule Neuried von 1960 bis 1970, Zweiter Bürgermeister von 1972 bis 1978, gehört zu den belasteten Personen. Auch der ehemalige Bürgermeister Fritz Baumgartner muss durch seine bis dato nicht öffentlich bekannte Mitgliedschaft in der Waffen-SS als belastet angesehen werden. Nach Baumgartner wurde daher keine Straße benannt. Sowohl zu Kammerbauer als auch zu Baumgartner wurden vom Gemeindearchiv Dokumentationen erarbeitet.
Rudolf Kammerbauer
Rudolf Kammerbauer ist als ehemaliger Ortsgruppen- und Schulungsleiter der NSDAP formal sowie durch die Organisation und Teilnahme an einer antisemitischen Aktion konkret belastet. Der Neurieder Gemeinderat hat daher im November 2024 einstimmig beschlossen, den Rudolf-Kammerbauer-Weg umzubenennen. Im August 2025 wurde die Umbenennung des Wegs in Helene-Gammer-Weg vollzogen.
Fritz Baumgartner
Der frühere Neurieder Bürgermeister Fritz Baumgartner (1922-2014 – Erster Bürgermeister von 1968 bis 1978) war von 1940 bis 1945 Mitglied der Waffen-SS. Er machte eine Karriere bis zum Untersturmführer. In Neuried gab Baumgartner wiederholt an, er habe als Leutnant, also als Offizier der Wehrmacht, den Zweiten Weltkrieg beendet. Baumgartner diente zeitweilig in einer Totenkopf-Abteilung. Im Russland-Feldzug gehörte er 1941 zu einer Einheit, die hinter der Frontlinie zu „Säuberungsaktionen“ gegen Juden und Bolschewisten eingesetzt wurde. Baumgartner erklärte gegenüber der Spruchkammer, von den Gräueltaten der Waffen-SS erst nach Kriegsende erfahren zu haben.
Erst ab diesem Zeitpunkt ist auch die Online-Beantragung möglich