Bürgerwerkstatt zur Ortsentwicklung Neuried – Bürgerinnen und Bürger bringen ihre Ideen ein

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29. Okt. 2026

Bürgerwerkstatt zur Ortsentwicklung Neuried – Bürgerinnen und Bürger bringen ihre Ideen ein

Am 22. Oktober 2026 fand in Neuried eine Bürgerwerkstatt zum Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) mit Vorbereitenden Untersuchungen (VU) statt. Rund 30 bis 40 Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, sich über den aktuellen Stand der Planungen zu informieren und ihre Anregungen zur zukünftigen Entwicklung der Gemeinde einzubringen.

Ziel des ISEK mit VU ist es, die zahlreichen bereits vorhandenen Planungen und Konzepte der Gemeinde zusammenzuführen, aufeinander abzustimmen und daraus eine langfristige Entwicklungsstrategie abzuleiten. Gleichzeitig sollen damit die Voraussetzungen geschaffen werden, um künftig Maßnahmen zur Aufwertung der Ortsmitte mit Unterstützung der Städtebauförderung umsetzen zu können.

Nach einer Einführung in die Ziele und den bisherigen Bearbeitungsstand wurden die Teilnehmenden zunächst gefragt, was Neuried heute besonders lebenswert macht und welche Veränderungen sie sich für die kommenden 15 Jahre wünschen. Besonders häufig hervorgehoben wurden die Nähe zur Natur, die Grünflächen und der alte Baumbestand, die kurzen Wege sowie das vielfältige Vereinsleben und der starke Zusammenhalt in der Gemeinde.

Ein zentrales Thema der anschließenden Diskussion war der Verkehr. Viele Teilnehmende wünschen sich eine stärkere Verkehrsberuhigung, sichere und durchgängige Rad- und Fußwege sowie eine bessere Verbindung zwischen den verschiedenen Bereichen der Ortsmitte. Gleichzeitig wurde darauf hingewiesen, dass mögliche Auswirkungen auf angrenzende Straßen und die Erreichbarkeit mit dem Auto berücksichtigt werden müssen.

Im weiteren Verlauf stellte das beauftragte Planungsbüro STADT RAUM PLANUNG die bisherigen Überlegungen für drei räumliche Schwerpunkte vor: die nördliche und südliche Ortsmitte, den Bereich an der alten Kirche sowie das Nahversorgungszentrum am Hainbuchenring. Anhand der bestehenden Planungen und möglicher Entwicklungsperspektiven wurden gemeinsam mit den Teilnehmenden Chancen, Herausforderungen und konkrete Verbesserungsvorschläge diskutiert.

Im Mittelpunkt standen insbesondere die zukünftige Gestaltung und Nutzung der öffentlichen Plätze, mehr Grün und Aufenthaltsqualität, zusätzliche Treffpunkte für alle Generationen sowie eine bessere und sicherere Erreichbarkeit der verschiedenen Einrichtungen und Geschäfte. Auch die zukünftige Nutzung des alten Rathauses, die Entwicklung des Ratschplatzes und die Gestaltung des Kirchenumfelds wurden intensiv besprochen. Dabei zeigte sich, dass den Teilnehmenden sowohl der Erhalt des dörflichen Charakters als auch eine lebendige und zukunftsfähige Ortsmitte wichtig sind.

Die Veranstaltung war von einem regen und konstruktiven Austausch geprägt. Die zahlreichen Hinweise und Anregungen werden nun ausgewertet und fließen in die weitere Bearbeitung des ISEK mit VU ein.

Auch wer nicht an der Bürgerwerkstatt teilnehmen konnte, hat noch bis Ende November 2026 die Möglichkeit, eigene Ideen und Anregungen einzubringen. Hierfür steht ein Mitmach-Flyer zur Verfügung, der im Rathaus und an weiteren Stellen in der Gemeinde ausliegt und gerne auch an andere Interessierte weitergegeben werden kann. Ausgefüllte Fragebögen sowie ergänzende schriftliche Hinweise können in die Briefkästen am Rathaus oder am Bauamt eingeworfen werden.

Angestrebt wird ein Abschluss des ISEK mit VU Anfang 2027. Parallel dazu sollen bereits erste mögliche Maßnahmen mit der Regierung von Oberbayern hinsichtlich einer Förderung abgestimmt werden.